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Was macht die Polizei gegen die kriminellen Netzwerke?

Die Fälschung und infolge der Vertrieb dieser gefälschten Medikamente und Dopingpräparate sind keine Kavaliersdelikte. Die Lieferanten setzen die Konsumentinnen und Konsumenten enormen Gesundheitsgefahren aus, zumal die Präparate zumeist in Untergrundlaboren hergestellt werden und dadurch stark verunreinigt sind. Bei den Tätern handelt es sich um Gruppierungen die ganz klar der Organisierten Kriminalität zuzuordnen sind.

Die österreichische Polizei hat daher bereits im Jahr 2009 im Bundeskriminalamt (.BK) eine eigene „Sonderkommission Doping“ eingerichtet, um effizient gegen Doping vorzugehen. Im Zuge dieser sehr erfolgreichen Ermittlungen konnten zahlreiche nationale, aber auch internationale Dopingfälle aufgearbeitet und geklärt werden. Aufgrund der daraus gewonnenen Erkenntnisse, sah man im .BK die Notwendigkeit zur Einrichtung eines Fachreferates, vorerst mit dem Aufgabengebiet Doping, Arzneimittel und psychotrope Substanzen.

Seit nunmehr mehr als einem Jahr ist dieses Referat namens „Integrity in Sports Unit“ organisatorisch im Büro für Organisierte Kriminalität eingegliedert und für die Bereiche Doping, Arzneimittel und Match Fixing Fälle zuständig.

In diesem Referat wurde 2014 auch die Sonderkommission „Vigorali“ geführt, der bis zu diesem Zeitpunkt größte Arzneimittelfälschungsfall innerhalb Österreichs.

Das Referat im .BK ist die Speerspitze der Kriminalitätsbekämpfung in diesen Deliktsbereichen. In allen Bundesländern gibt es in den jeweiligen Landeskriminalämtern Spezialsachbearbeiter für dieses Kriminalitätsphänomen.

Geschädigte von Arzneimittel- oder Dopingkriminalität können sich jederzeit auch anonym an das Fachreferat im Bundeskriminalamt wenden und dort auch entsprechende Hinweise zu diesem Kriminalitätsbereich abgeben.

Email: BMI-II-BK-3-1-6@bmi.gv.at oder antidoping@bmi.gv.at

 

Über das Bundeskriminalamt (.BK)

Das Bundeskriminalamt mit seinen rund 680 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in sieben Fachabteilungen ist für die bundesweite Kriminalitätsbekämpfung und für internationale Polizeikooperationen zuständig. Weiters sind im Bundeskriminalamt die österreichischen Zentralstellen von Interpol, Europol und Sirene stationiert. Das .BK ist auch operativ tätig, so zum Beispiel bei Fahndungsfällen mit internationalem Bezug, bei Cold Case-Delikten, im Bereich Cybercrime, Wirtschaftskriminalität und bei organisierter Kriminalität, wie der Arzneimittelfälschung.
Das Bundeskriminalamt untersteht der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit (Sektion II) im Bundesministerium für Inneres und hat im Jahr 2003 seine operative Tätigkeit aufgenommen. Es unterstützt alle Landeskriminalämter und nachgeordneten Polizeidienststellen durch Assistenzdienste, Supportleistungen und Controlling. Leiter des .BK ist seit Dezember 2008 Direktor General Franz Lang.