Gefälschte Medikamente beschlagnahmt
Allgemein, Fälschungen

Warnung vor Arzneimittelkauf im Auslandsurlaub

Medikamente können gefälscht sein und die Einfuhr von Arzneiwaren nach Österreich unterliegt strengen Bestimmungen

Der schnelle Kauf von einem vermeintlich billigen Arzneimittel auf einem Stand eines Wochenmarktes oder in einem Mini-Supermarkt im Ausland kann sich als fatal erweisen: Erstens besteht immer die Gefahr, dass es sich um ein gefälschtes Medikament handelt in dem keine, andere oder unzureichende Wirkstoffe enthalten sind. Hier ist eine hohe Gesundheitsgefährdung gegeben. Zweitens ist die Einfuhr von Medikamenten nach Österreich streng geregelt. Das Arzneiwareneinfuhrgesetz bestimmt, dass nur Apotheken und Unternehmen, die zum Vertrieb von Arzneiwaren berechtigt sind, solche Waren importieren dürfen. Das Mitführen von Arzneiwaren durch Privatpersonen im Reiseverkehr ist daher grundsätzlich nicht gestattet. Dies gilt sowohl bei einer Einreise aus Nicht-EU-Staaten als auch bei einer Einreise aus EU-Staaten.

Deshalb sollten Medikamente, die auf einer Reise benötigt werden, bereits in Österreich gekauft und in einer Reiseapotheke mitgeführt werden. Falls es doch notwendig ist, dürfen Reisende mit Wohnsitz in Österreich im Ausland erworbene Arzneiwaren in einer Menge bis zu jeweils drei Einzelhandelspackungen pro Arzneimittel mitführen. Diese Medikamente sollten aber nur in offiziellen Apotheken, oder Geschäften die als solche gekennzeichnet sind, gekauft werden.

Gefälschte Medikamente sind nicht nur im Internet ein lukratives Geschäft für die Organisierte Kriminalität, sondern auch im Straßenhandel. Fälscherbanden und deren Mittäter verbreiten gefälschte Arzneien online und auch auf Märkten und Geschäften. Die Einnahme solcher Produkte hat oft ein hat ein hohes Gesundheitsrisiko zur Folge. Hier wird am falschen Platz gespart!

Für die Überwachung der Einfuhr von Medikamenten ist der österreichische Zoll zuständig. Für die Bekämpfung der organisierten Verbreitung von gefälschten Medikamenten hat das Bundeskriminalamt ein eigenes Referat, die “Integrity in Sports Unit” eigerichtet. Die Spezialisten sind für Doping, Arzneimittel und Match Fixing (Wettbetrug) zuständig.

Auf der sicheren Seite

Rezeptpflichtige Arzneimittel aus dem Internet oder dubiosem Straßenhandel im Ausland sind in Österreich illegal. Die Informationskampagne “Auf der sicheren Seite” macht durch intensive Onlinewerbung auf die Thematik aufmerksam. Zusätzlich finden alle Userinnen und User sämtliche Informationen zum Thema Arzneimittelfälschungen auf der Webseite www.auf-der-sicheren-seite.at: Von der rechtlichen Situation in Österreich bis hin zu ständig neuen News zu den polizeilichen Aufgriffen von Fälschungen.

http://www.bmi.gv.at/cms/BK/_news/start.aspx?id=634B6C3872565A77624F6F3D&page=0&view=1


 

Quelle: Bundesministerium für Inneres 
Bildrechte: © Aljazeera / www.aljazeera.com (Szenenfoto aus Video) / 

http://www.aljazeera.com/programmes/101east/2015/04/fake-pills-fatal-fraud-150407121857059.html

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