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Arzneimittelfälschungen, Fälschungen, News

Wenn die Polizei aktiv wird…


Der Versand von rezeptpflichtigen Medikamenten ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein strafbarer Tatbestand. Früher oder später klicken für jeden die Handschellen.

Festnahme nach Einfuhr gefälschter Tabletten Viagra
Im Frühjahr 2014 verkaufte ein österreichischer Staatsangehöriger 10.000 Stück gefälschte Viagra an einen Kunden. Die Fälschungen wurden von Litauen nach Österreich eingeführt. Die Präparate konnten sichergestellt  werden. Der Täter wurde festgenommen.

Weltweiter Versand von Wien aus
Durch eine organisierte Tätergruppe wurden beginnend mit Mai 2014 regelmäßig ein bis zweimal pro Woche rund 100 Briefsendungen mit gefälschten Arzneimitteln, vorwiegend Potenz- und Schlankheitsmittel, von Indien kommend nach Wien zu einer Spedition geschickt. Diese übergab die fertigen mit Empfängerdaten versehenen Sendungen an die Post, die diese gefälschten Arzneimittel an Kundinnen und Kunden in der ganzen Welt verschickte. Mehrere tausend gefälschte Tabletten wurden sichergestellt.

Vertrieb am Arbeitsplatz
Im Juni 2014 konnte ein österreichischer Staatsangehöriger ausgeforscht werden, der seit drei Jahren gefälschte Arznei- und Dopingmittel wie zum Beispiel Kamagra und Testosteronpräparate via Internet aus China bestellte und an seine Arbeitskollegen gewinnbringend verkaufte. Die Arzneimittel hatte er im Spind an seinem Arbeitsplatz aufbewahrt. Eine große Menge dieser Präparate konnte bei einer Durchsuchung sichergestellt werden.

Kurierfahrten nach Tirol
Im Oktober 2013 konnten in Tirol bei einem ungarischen Kurierfahrer insgesamt 13.000 Stück Tramadol Tabletten, 4500 Xanax Tabletten und 151.700 Rivotril Tabletten sichergestellt werden. Der größte Teil der suchtmittelhaltigen Medikamente war gefälscht. Ermittlungen ergaben, dass bereits sieben derartige Fahrten stattgefunden hatten und die Tabletten für den skandinavischen Markt bestimmt waren. Es wird davon ausgegangen, dass so insgesamt über eine Million Tabletten an Konsumentinnen und Konsumenten gelangt sind.

Aufgriff im Burgenland
Im Oktober 2013 wurde in Kittsee ein Versender von illegalen Arzneimitteln und Dopingpräparaten aufgegriffen und festgenommen.  Eine große Menge an gefälschten Arzneimitteln und Dopingpräparaten konnte sichergestellt und die weitere Versendung der gesundheitsgefährdenden Präparate unterbunden werden.

Von Shanghai nach Oberösterreich
Im Dezember 2010 konnte in Zusammenarbeit mit dem Zollamt Eisenstadt und dem Flughafen Wien, ein österreichischer Staatsbürger in Oberösterreich ausgeforscht werden, der an Besucher eines Fitnesscenters Dopingmittel und Wachstumshormone gewinnbringend verkauft hatte. Die Präparate holte er teilweise selbst aus Kroatien oder Serbien. Das Wachstumshormon Somatropin bestellte er via Internet aus Shanghai, wobei es als Korrosionsschutzmittel falsch deklariert war. Mehrere Abnehmer konnten ausgeforscht werden.

Website aus Vorarlberg
In Vorarlberg konnte eine österreichische Tätergruppe ausgeforscht werden, die im Zeitraum von 2008 bis 2010 gefälschte Potenz- und Schlankheitspillen an zahlreiche Kunden in Österreich, Deutschland, Schweiz und Spanien verkauft haben. Die Arzneimittel haben sie via Großbritannien aus Hongkong und Indien bezogen und über diverse einschlägige Webseiten vertrieben. Der Vater und Sohn waren für den Ankauf und die Preisverhandlungen zuständig. Die getrennt lebende Gattin beteiligte sich am Versenden, indem sie die fertigen Kuverts in verschiedenen Postkästen im Raum Vorarlberg einwarf. Ein weiterer Mittäter war für die Betreuung und Organisation der rund zehn verschiedenen Webseiten zuständig. Die Tätergruppe erwirtschaftete rund fünf Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Zahlreiche Bankkonten im In- und Ausland konnten ermittelt werden.

 


Bildrechte: © Bundeskriminalamt / .BK / Elke Hinkelbein

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