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Doping, Fälschungen

Wie schädlich ist Doping?


Der Ge- bzw. Missbrauch leistungssteigernder Substanzen ist ein Phänomen, das bei sportlichen Wettkämpfen im Leistungs- aber auch im Nachwuchs-, Freizeit- und Fitnesssport zu finden ist. Entwicklungen der pharmazeutischen Industrie zur Bekämpfung verschiedener Krankheiten prägen das Spektrum dopingrelevanter Verbindungen, wodurch sowohl das Doping als auch die Doping-Analytik zu einem sehr dynamischen Prozess geworden sind.

Doping beschränkt sich heute nicht nur auf einschlägige, „klassische“ Pharmaka wie z.B. anabole Steroide. Es kommen auch Peptidhormone wie das Wachstumshormon (HGH), Erythropoietin (EPO) und Analoga, Stimulanzien aber auch Insulin und Designersteroide zur Anwendung.

Dopende Sportler verwenden meist Medikamente, die für den Einsatz an Kranken entwickelt und getestet wurden. Jedes Medikament hat Risiken und Nebenwirkungen, beim Missbrauch als Dopingmittel sind die potentiellen Gefahren nochmals dramatisch gesteigert. Die gesundheitlichen Folgen dieser Experimente lassen sich nicht abschätzen.

Im Sport werden die therapeutischen Dosierungen um ein Vielfaches überschritten, oftmals kommt es zu Kombinationen mit anderen Substanzen und damit zu unabsehbaren Wechselwirkungen. Alle Gebrauchsregeln hinsichtlich Umfang oder Anwendungsintervalle haben sich durch Selbstexperimente entwickelt, meist nach dem Motto „Mehr hilft mehr!“

Vielfach werden auch Präparate verwendet, die noch nicht oder nicht mehr für den Markt zugelassen sind. Es existieren meist keine Langzeitstudien über die Folgen.

Die Wechselwirkungen mit der hohen körperlichen Belastungen und den oftmals extremen Umweltbedingungen der Sportausübung sind völlig unzureichend erforscht.

Mehr Info unter www.nada.at


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